
18. Spieltag 24.11.2024
An diesem Sonntag ging es für unsere Indianer in die Niederlande zum Topspiel der Oberliga Nord. Der Ligazweite, die Tilburg Trappers, empfingen den EC Hannover – zu diesem Zeitpunkt auf Tabellenplatz drei. Also gute Vorzeichen für eine sich lohnende Auswärtsfahrt. In diesem Sinne hieß es sich um 9:30 Uhr, man will ja auch einkaufen in Holland, mit einer Autobesatzung sammeln und auf ins europäische Ausland. Nach einer unspektakulären Hinfahrt, welche von dem ein oder anderen Bier versüßt wurde, Ankunft in Tilburg. An diesem Tag sollte in Tilburg nicht nur der beste Sport der Welt gespielt werden, sondern auch das Derby zwischen Wilhelm II gegen Breda ausgetragen werden. Da zwischen dem König-Wilhelm-II.-Stadion und dem IJssportcentrum Tilburg ganze 2 Autominuten liegen, konnten wir beim Einfahren in die Stadt beobachten, was sich fantechnisch auf den Weg zum Fußball machte – eher unspektakulär verglichen mit deutschen Großstädten an Derbytagen. Nach kurzer Fahrt durch die Stadt kamen wir also auf dem Parkplatz vor der Eishalle und dem Sehnsuchtsort einiger Mitfahrer, dem spielortsnahen Jumbo an. Direkt rein in den Supermarkt, nur um schockiert festzustellen, dass man auch in Holland von Pfandautomaten begrüßt wird. Am 2023 eingeführten Dosenpfand scheiterte also der erste Programmpunkt – palettenweise Dosengetränke für zukünftige Fahrten ins Auto schleppen. Ein Lichtblick die Pizzeria des Supermarkts – wo sich zu kundenfreundlichen Preisen noch eine Pizza einverleibt wurde sowie eine stattliche Portion Muscheln. Nach dem Essen wurden dann doch noch einige Kaltgetränke für die Rückfahrt gekauft und nach einem kurzen Schnack mit Diana ab in die Halle. Die nicht vorhandene Taschenkontrolle ist doch ein deutlicher Kontrast zum Stadionbesuch in den deutschen Austragungsorten der Liga. Jetzt hieß es ab in den Gästeblock – einer der schöneren in der Oberliga – und anflaggen. Die knapp 25 mitgereisten Hannoveraner verteilten sich zwischen den schätzungsweise 100 Tilburgern im Gästeblock und warteten gespannt auf den Spielbeginn. Natürlich begleitet von Hollandschlager und Techno. Bei der Vorstellung der Teams fiel aufseiten Hannovers deutlich der kleinere Kader auf. Das Spiel wurde von beiden Seiten von Anfang an hart geführt und war eher dank schöner Checks als starker Taktikschlacht unterhaltsam. Im ersten Drittel verkauften sich die Indians etwas besser und führten nach Toren von Wolter und Killins 2:1. Das zweite und dritte Drittel war weniger hart.
Beide Teams konnten viele Chancen nicht nutzen und nach drei Dritteln mal wieder der Horror des Auswärtsfahrers Overtime, welche Tilburg nach einem Fehler der Indians durch einen gut zu Ende gefahrenen Konter beenden konnten. Auf den Tribünen konnten zumeist beiden Seiten nicht überzeugen. Im Gästeblock gab es keinen organisierten Support und so ging es über das ein oder andere E-E-ECH nicht hinaus. Trotz Wilhelm II Fans in der Halle und Megafone im Heimblock – wofür man dieses in Tilburg braucht, übersteigt den Horizont des Autors – lieferten die Niederländern stimmungstechnisch auch nicht. Nach der ein oder andere Strafen wurde die Halle aber durchaus laut und offenbart ein deutliches Potenzial für gute Stimmung der Trappers-Fangemeinde. Nach knapp 61 gespielten Minuten also eine 4:3-Niederlage für Hannover, aber immerhin 1 Punkt für die alte Messestadt. Zaunfahnen eingepackt, der Mannschaft applaudiert und ab zurück ins Auto zum Heimwegbierchen. Auf der Fahrt noch mehr oder weniger sinnvolle Gespräche und Leiden unter den Muscheln vom Jumbo. Unterm Strich eine gelungene Auswärtsfahrt zu einem der interessantesten Standorte der Oberliga – guter Gästeblock, schöne Halle, meist gute Spiele und aus Hannover schnell erreicht. Tilburg ist doch ein Lichtblick im Spieltag des EC Hannover. In diesem Sinne auf zu den nächsten Aufwärtsfahren – Immer vorwärts ECH!