
12. Spieltag 27.10.2024
Die letzten wirklich unterirdischen Spiele noch nicht wirklich verdaut ging es am heutigen Sonntag für uns mit dem Auto nach Halle und somit zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden Sorgenkinder der laufenden Saison. Die Saale Bulls tragen Ihre Heimspiele in der aktuellen Spielzeit aufgrund von Renovierungs- und Umbauarbeiten ihres Stadions in einem Eiszelt aus. Um die Schützenfestatmosphäre zu perfektionieren rief das Heimteam noch das große Oktoberfestspiel aus, inklusive Freigetränk beim Besuch in Lederhose oder Dirndl, Bierkrug stemmen in der Drittelpause und einem wahnsinnig hässlichen Specialtrikot, welches unserem Ausweichtrikot Konkurrenz macht. Das Spiel war wie befürchtet Not gegen Elend und so endete das erste Drittel auch torlos. Bezeichnend wenn die Zusammenfassung des Spiels im zweiten Spielabschnitt startet. Hier starteten unsere Indianer stärker in die Partie und belohnten sich mit einem Powerplaytor in der 25. Minute. Eine eher seltene Situation trat in der letzten Minute des Spielabschnitts auf als der Hallenser Gauch Igor Bacek das Bein stellte und 2 Minuten vom Eis durfte. Wer denkt das es an dieser Stelle mit Powerplay für unser Team weitergeht hat sich getäuscht, da der Torschütze des 0:1 ebenfalls aufgrund einer Schwalbe vom Eis musste. Das dritte Drittel startete dann tatsächlich noch in Unterzahl, da Gron 6 Sekunden vor Drittelpause noch eine Strafe zog. Die Hallenser nutzten das Powerplay für den Ausgleichstreffer ehe Varttinen in der 44. Minute ebenfalls im Powerplay den erneuten Führungstreffer schoss. In Minute 53. glichen die Saale Bulls durch Ex-Indianer Beslé nach einem haarsträubenden Fehlpass aus und 6 Minuten vor Schluss wiederholte sich sogar noch einmal die seltene Situation aus dem zweiten Drittel, allerdings umgekehrt. Killins checkte Domogalla wofür er 2 Strafminuten kassierte. Der Hallenser durfte ebenfalls aufgrund einer Schwalbe vom Eis. Am Ende der regulären Spielzeit stand es 2:2 unentschieden. Die OT blieb Torlos und nach Penaltyschießen hieß es 3:2 für das Heimteam und wir können zurecht von einem verkorksten Saisonstart sprechen. Zum Schluss möchte ich noch einige positive Punkte des Abends die mir aufgefallen sind teilen. Das Team scheint miteinander gesprochen zu haben und wirkte für mich zum Teil näher Beieinander. Das Team unterstütze sich in körperlichen Situationen wieder mehr, gegnerischen Spieler wurden wieder von unserem Goalie weggeschoben und beim ersten Gegentreffer bekam Herden aufmunternde Worte mehrerer Spieler. Die Spieler kamen beim ersten Führungstreffer vor den Gästeblock zum jubeln und verließen nach der Niederlage nicht umgehend das Eis sondern traten vor die Fans. Ebenfalls war unser verletzter Captain als Coach mit auf der Bank und unterstützte das Trainerteam. Weiterhin wusste die Beflaggung des Gästeblocks heute wirklich zu überzeugen und mit dem Besuch des Eiszelts gab es endlich mal einen neuen Ground im sonst so tristen Ligaalltag mit seltenen Auf- und Abstiegen. Freitag wird wieder gewonnen – Nur der ECH!
~ Karl Laschnikow